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Ein Modellprojekt macht Schule


Ein Modellprojekt macht Schule

Großhansdorf: Schüleraustausch mit Wirtschaftspraktika kombiniert.
Europaweit einmaliges Programm zwischen EvB und spanischer Schule findet immer mehr Zulauf.



Von Ulf Mersiowsky

Es ist ein in Europa einzigartiges Projekt:
An Stormarns einziger Europaschule, dem Großhansdorfer Emil-von-Behring-Gymnasium (EvB), geht man neue Wege und verbindet den Schüleraustausch mit einem Berufspraktikum. Was vor einem Jahr als Pilotprojekt auf Initiative der EvB-Elternbeiratsvorsitzenden Eva Karnstedt (49) seinen Anfang nahm, soll nun jedes Jahr fortgesetzt werden.

Derzeit leben fünf junge Spanier der Deutschen Schule Bilbao zwei Wochen lang bei Großhansdorfer Familien. Ihr Praktikum absolvieren sie bei Firmen und Institutionen in Stormarn und Hamburg. Eine von ihnen ist Oihane Peñalba Arce (17), die im Großhansdorfer Kindergarten am Vogt-Sanmann-Weg beschäftigt ist. "Die Kinder sind sehr nett", sagt sie mit leicht spanischem Akzent in fehlerfreiem Deutsch. Zwei selbst gemalte Bilder haben ihr die Kinder gleich am ersten Tag geschenkt.

Die Spanierin hat sich bereits mit ihrer Austauschpartnerin Christiane Stoehr angefreundet. Mit dem frühen Aufstehen hat Oihane Peñalba Arce kein Problem, das ist bei ihr zu Hause nicht anders. Es befremdet die Baskin aber, dass sie den morgendlichen Weg zum Kindergarten mit dem Fahrrad zurücklegen kann: Das Rad war ihr nur als Sportgerät bekannt. Und auch das Essen ist anders als zu Hause: "In Spanien essen wir immer warm, auch abends. An die kalten Wurstbrote musste ich mich erst gewöhnen", sagt sie.

"Genau diese Erfahrungen sollen die Schüler machen", sagt Ulrich Bench (52). Er ist Lehrer für Mathematik und Physik in Bilbao.
Zusammen mit zwei Kollegen betreut er die Schüler. Als Berufsberater seiner Schule weiß er um die Vorzüge des besonderen Austauschprogramms: "Die jungen Leute lernen sowohl das Familien- als auch das Berufsleben in einem anderen Land kennen, das ist für ihren Lebensweg ein großer Vorteil."

Dass das Praktikum keine Spaßveranstaltung ist, macht Thomas Wöller (48), Lehrer und Austauschkoordinator am EvB, deutlich: "Unsere Schüler absolvieren in Spanien das verpflichtende Wirtschaftspraktikum." Und die Zensur, die sie für ihr Praktikum erhalten, macht rund 30 Prozent der Endnote im Fach Wirtschaft und Politk aus. "Wir leben Europa", sagt Lehrer Ulrich Bench, der überzeugt ist, dass das Konzept weiter Erfolg haben wird. Seine Schüler geben ihm Recht: Für den Austausch im nächsten Jahr hat sich der komplette Jahrgang der Spanier bereits angemeldet. Aus Großhansdorf werden es wohl kaum mehr als fünf Schüler werden. Grund dafür ist nicht das mangelnde Interesse, sondern es sind die Voraussetzungen: Mindestens drei Jahre Spanisch.

Erschienen am 19. September 2006 im Hamburger Abendblatt, Ahrensburger Zeitung:
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